Weihnachtsaktion des PP-Kurses am Bielefelder Bahnhof

Ich möchte hier von der Aktion unseres PP-Kurses berichten.

Zuerst möchte ich mich bei Frau Voss-Pauli bedanken, dass sie es uns möglich gemacht hat, dass wir kurz vor Weihnachten etwas "Gutes" machen konnten. Sie hat organisiert, dass wir bedürftigen Menschen und Reisenden auf dem Bielefelder Bahnhof mit Kakao, Kuchen aber auch mit netten Gesprächen ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnten.

Gerade bei den bedürftigen Menschen, Menschen die auf der Straße leben, hat es uns gefreut zu sehen, dass auch sie lächeln können.
Ich möchte gerne ein paar Situationen erläutern, die mir nahe gingen, mich erfreut und berührt haben.
Als wir einem Obdachlosen Kuchen und heißen Kakao angeboten haben, hat er sich so gefreut und sagte, dass wir ihm sein Frühstück und Mittagessen gerettet hätten.
Dies so zu hören, ging und Schülern schon unter die Haut. Er hätte sonst nichts zu Essen gehabt! Er wirkte zwar etwas benommen und sprach etwas wirr, hat  aber das Gespräch mit uns gesucht und stand eine lange Zeit bei uns. Wir haben gesehen, dass wir ihn somit was Gutes getan haben und waren darüber glücklich.

Einem körperlich und geistig behinderten Menschen haben wir eine Tüte Plätzchen geschenkt und ihm ein frohes Weihnachtsfest gewünscht. Er hatte ein Lächeln im Gesicht! Ich kann mir gut vorstellen, dass er es nicht wirklich verstanden hat, doch trotzdem hat er uns seine Freude über die Aufmerksamkeit gezeigt.
Wir haben auch Reisenden Kakao und Kuchen angeboten. Die meisten Leute waren sehr erfreut, weil sie was Warmes zu trinken bekommen haben. Sie fanden es schön, dass es heute noch Menschen gibt, die sich sozial engagieren und für andere sorgen und haben uns meistens gelobt. Viele waren aber auch sehr überrascht. Dies hat uns gezeigt, dass die Menschen heute "HELFEN" nicht mehr als selbstverständlich sehen. Aber das sollte es doch eigentlich sein!

Die Leute fanden es toll, dass wir sie herzlich und  offen angesprochen haben.
Der ein und andere hat sich zu uns an unseren Kuchenstand gesellt und wollte einfach nur ein wenig mit uns sprechen.
Es gab natürlich auch Personen die nicht mit uns gesprochen haben, unsere Spende nicht angenommen haben, uns einfach ignoriert haben und stur an uns vorbei gelaufen sind. Naja, das ist aber auch nicht tragisch. Wir haben an diesem Tag vielen Menschen  ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und das ist die Hauptsache!

Es fiel uns leichter die Reisenden anzusprechen. Mit einem freundlichen Lächeln gingen wir auf sie zu und  schenkten ihnen Plätzchen oder Kuchen und wünschten ihnen frohe Weihnachten.
Bei den Obdachlosen und "Junkies" waren wir zögerlicher. Wir haben oft zweimal überlegt, ob und wie wir sie ansprechen sollen. Doch auch hier war die Reaktion meist freundlich und dies freute uns wiederum. Sie haben unsere Aufmerksamkeit herzlich angenommen. Aber auch da warf uns der ein oder andere einen bösen Blick zu und ging weiter…
Im Großen und Ganzen hatten wir Spaß daran zu helfen, was Gutes zu tun, Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass einigen Leuten klar wurde, dass Helfen menschlich ist und dass eigentlich jeder mit wenig Aufwand dazu in der Lage ist. Dass wir so kurz vor Weihnachten diese Aktion gemacht haben, sollte auch zeigen, dass Weihnachten ein Fest der Liebe ist. :)

Es war eine tolle Aktion!

Ach ja, dass  hätte ich ja fast vergessen zu erwähnen. Ich fand es super, dass wir von Herrn Bohnenkamp von der Bahnhofsmission zum Schluss noch viel über die Arbeit der Bahnhofsmission erfahren haben. Er hat uns viel über die Menschen erzählt, die täglich die Hilfe der Bahnhofsmission in Anspruch nehmen.

Ich wünsche allen Kuhloschülern schöne Ferien, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Und denkt daran: Helfen, ein offenes Ohr und Aufmerksamkeit schenken kann ganz einfach sein!

Eure Merve Mollaoglu

Weitere Fotos wie immer in der Bildergalerie.

Ein ausführlicher Zeitungsbericht des WB vom 21.12.2011 ist hier zu finden.

Zusätzliche Informationen