SchülerInnen nehmen in Begleitung von Fellow Frau Schmidt an Lerncamp teil

In den Osterferien sind vom 29.3. bis 2.4. sechs SchülerInnen des Abschlussjahrgangs in das "ZAP-Sprint 2016"-Lerncamp in Heino, Niederlanden gefahren und haben sich dort intensiv auf die Realschulprüfungen vorbereitet.
Die erste Idee zur Teilnahme an diesem Projekt hatte ich bereits im letzten Herbst. Im Rahmen meiner Rolle als Fellow wurde mir von unserer Fellow Organisation Teach First Deutschland der Verein SocialMinds e.V. und ihr Projekt "ZAP-Sprint" vorgestellt. Ich war sofort begeistert von der Idee und bin direkt in alle 10. Klassen gegangen, um das Projekt vorzustellen. Die Reaktionen variierten von "Cool, Holland!" bis "Warum sollten wir freiwillig in den Ferien lernen?!?" Schnell wurde die große Chance eines Lerncamps direkt vor den Abschlussprüfungen jedoch von den SchülerInnen erkannt und bald war meine Gruppe voll. (Aufgrund des Betreuungsschlüssels waren sechs SchülerInnen pro Lernbegleiter vorgesehen.) Schon seit Monaten konnten wir uns also auf die gemeinsame, fünftägige Fahrt freuen.

Am 29.3. war es dann soweit und wir haben uns am frühen Morgen am Bielefelder Bahnhof getroffen. Zunächst sind wir mit dem Zug nach Köln, wo wir dann die anderen LernbegleiterInnen und SchülerInnen aus dem Rheinland getroffen haben. Insgesamt waren wir dann eine Gruppe von 74 Personen. Mit einem komplett gefüllten Doppeldeckerbus sind wir also von Köln in die Niederlande gefahren und die Zeit im Bus wurde bereits genutzt, um sich gegenseitig kennenzulernen.
Die erste kleine "Überraschung" hatten wir für die SchülerInnen direkt nach unserer Ankunft parat: eine alte Matheabschlussprüfung! So wurden die SchülerInnen nicht nur mit dem Prüfungsmodus vertraut gemacht, sondern alle SchülerInnen konnten auch herausfinden, an welchen Themenblöcken sie in den nächsten Tagen arbeiten wollten.
Für den Rest des Lerncamps waren die SchülerInnen selbst verantwortlich dafür zu entscheiden, welches Fach (Mathe/Deutsch/Englisch) und mit wem sie lernen wollten. Für jedes Fach gab es extra Räume ("Lernpavillions"), in denen es sowohl Aufgaben gab, als auch LernbegleiterInnen, die den SchülerInnen gerne weitergeholfen haben. Falls die SchülerInnen ein Thema nochmal in 15 Minuten knapp erklärt haben wollten, so konnten sie in Kleingruppen einen Termin für eine "Input-Insel" vereinbaren. Für mich war es beeindruckend, wie intensiv die SchülerInnen morgens drei Stunden, nachmittags drei Stunden und im "midnight learning" noch nach 22 Uhr gelernt haben.
Ein weiteres Highlight des Camps war die langjährige Kooperation von SocialMinds e.V. mit einer amerikanischen Gruppe. So wurde selbst in der Freizeit ständig Englisch gelernt: egal ob beim Volleyball spielen, während einer kleinen Fahrradtour oder beim "Speed-Dating". Dabei konnten sogar ganz neue Talente entdeckt werden: SchülerInnen, die erst noch behauptet haben, kein Englisch zu können, haben dann plötzlich 60 Minuten mit einem Englischmuttersprachler geredet.
Viel zu schnell ging dann unsere Zeit in Heino vorbei und alle waren traurig am Samstag das Camp schon wieder verlassen zu müssen. Stimmen unserer SchülerInnen:
· “Das Lerncamp ist ein Ort an dem man Spaß und Lernen in Kombination bringt.“
· „Das Lerncamp ist eine Art Lernen wie es jeder mag.“
· „Für mich war es eine tolle Erfahrung, die ich noch mal erleben würde, aus dem Grund, weil ich viel Spaß hatte beim Lernen und den anderen Aktivitäten.“
Ich hoffe sehr, auch im nächsten Schuljahr mit einer Gruppe Kuhlo-RealschülerInnen am "ZAP Sprint" teilnehmen zu können.
SocialMinds e.V. setzt sich dafür ein, dass SchülerInnen unabhängig von ihrer finanziellen Situation am Camp teilnehmen können. Deshalb ist ein Großteil des Camps durch Spenden finanziert und der Teilnehmerbeitrag liegt deutlich unter den tatsächlichen Kosten.
Weitere Infos zu SocialMinds finden sich auf der Vereinswebseite: socialminds.eu

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